SCHUFA
16. Mai 2008
Im Laufe eines Lebens kommt sicher jeder Bundesbürger mindestens einmal mit ihr in Berührung. Allerdings dürfte es in den meisten Fällen nicht bei diesem einmaligen Kontakt bleiben. Die Rede ist von der SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), die sicher inzwischen zu einer der bekanntesten Auskunfteien in Deutschland geworden ist. Die Geschichte dieses privatwirtschaftlichen Institutes beginnt im Jahr 1927.
Der eigentliche Zweck des Unternehmens besteht darin, ihre Partner vor Kreditausfällen zu schützen. Mit diesem Hintergrund sammelt die SCHUFA Informationen über die Kontakte der Unternehmen zu einzelnen Verbrauchern und hält in eigenen Datenbanken Informationen über die Zahlungsmoral, laufende Verträge mit Handyanbietern oder die Zahl der Kreditkarten fest. Jede dieser einzelnen Daten soll am Ende ein möglichst genaues Bild über den Konsumenten abgeben. Um ein objektives Bild zu gewährleisten, fließen die einzelnen Informationen in einem mathematischen Modell zusammen – dem Scoring-Verfahren.
Entsprechend dem Ergebnis dieser Berechnung muss der Verbraucher damit rechnen, beim nächsten Kreditantrag nur ein Darlehen mit hohen Zinsen angeboten zu bekommen. In anderen Fällen droht sogar die Verweigerung einer Dienstleistung. Neben den Auskünften, die Unternehmen einholen, können die Verbraucher auch eine Selbstauskunft verlangen, was im Moment noch mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden ist. Allerdings gibt es aus der Politik Bestrebungen, die Richtlinien für Auskünfte an die Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen.


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