Effektiver Jahreszins
19. Mai 2008
Beim effektiven Jahreszins handelt es sich im Rahmen von Darlehen, Krediten und Finanzierungsangeboten um eine für den Verbraucher wichtige Rechengröße, stellt er doch letzten Endes die einzige Möglichkeit dar, mit der sich die einzelnen Angebote untereinander vergleichen lassen. In die Berechnung des effektiven Zinssatzes fließen in der Regel mehrere Faktoren ein, zu denen der Nominalzins sicher eine der wichtigen Rechengrößen ist. Daneben beeinflussen sehr individuelle Faktoren, wie die gewählte Laufzeit oder die Höhe der Tilgungsraten den effektiven Jahreszins.
Allgemein gilt, je höher die Tilgung und je kürzer die Laufzeit eines Darlehens ist, umso niedriger wird auch der effektive Jahreszins sein. Was aber beinhaltet dieser Zins alles? Schließlich existiert mit dem Nominalzins doch bereits eine Kostengröße für den Kreditnehmer. Allerdings gibt dieser Zins nur einen Teil des Aufwandes wieder, der mit dem Kreditangebot verbunden ist. Daneben kommen noch weitere Kosten, was Gebühren oder Provisionen betrifft hinzu.
Und da auch diese nach den gesetzlichen Regelungen angegeben werden müssen, wurde schließlich der effektive Jahreszins eingeführt. Die Bezeichnung erfasst aber nicht alle Kosten, weshalb man sich vorher über die Kreditnebenkosten informieren sollte. Allerdings ist dieser Begriff nicht in allen Fällen korrekt. Sobald sich im Laufe der Rückzahlung eines Darlehens dessen Zinssatz ändert, müsste der Effektivzins eigentlich anfänglicher effektiver Zinssatz heißen.


Kommentare
Haben Sie etwas dazu zu sagen?