Cap-Darlehen
07. Juli 2008
Der Begriff des Cap-Darlehens ist sicher vielen Kreditnehmern immer noch unbekannt, weshalb diese Darlehensform in der Regel auch nicht so häufig bei den Banken nachgefragt wird. Dabei handelt es sich hier um einen Kredit, welcher es dem Schuldner ermöglicht, sich gegen steigende Zinsen am Kapitalmarkt wenigstens in einem gewissen Rahmen abzusichern. Was ist aber das Besondere an einem solchen Cap-Darlehen? In erster Linie handelt es sich hierbei um einen flexiblen Kredit, dessen Zinsen in regelmäßigen Abständen an die aktuelle Marktsituation angepasst werden. Steigen die Kreditzinsen des EURIBOR, so verteuert sich auch das Darlehen. Bei sinkenden Zinsen profitiert dagegen der Kreditnehmer.
Natürlich ist eine wachsende Zinsbelastung für den Schuldner in jedem Fall ungünstig, aber mithilfe des Caps lässt sich diese Gefahr nach oben deckeln. Hierzu wird ein bestimmter Zinssatz festgelegt, über den hinaus der Kreditzins nicht steigen kann. Wird zum Beispiel in einem Cap-Darlehen ein Zins von 6,5% als maximale Obergrenze vereinbart und steigen die Kapitalmarktzinsen darüber, so verharrt das Darlehen bei der Marke von 6,5%. Erst wenn sich die Zinsen wieder unter diesen Wert bewegen, entwickelt sich die Belastung des Kreditnehmers in eine ähnliche Richtung. Der Vorteil eines Cap-Darlehens liegt also klar und deutlich auf der Hand. Allerdings ist eine solche Finanzierung auch etwas teurer als ein herkömmlicher Kredit.


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