Flex-Darlehen

04. Oktober 2008

Deutsche Kreditnehmer setzen in vielen Bereichen des Alltags auf innovative Lösungen, greifen beim Darlehen aber lieber zu klassischen Instrumenten der Finanzierung. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Baukredit oder ein Konsum-Darlehen in Form eines Schnellkredites aufgenommen werden soll. Wichtig ist fast immer eine lange Zinsbindung mit konstanten Raten. Dabei bieten aber auch neue Darlehensvarianten einige Vorteile. Dazu zählt unter anderem das Flex- oder variable Darlehen. Die Besonderheit bei dieser Finanzierungsvariante betrifft die Kreditzinsen. Letztere werden in regelmäßigen Abständen an das Marktniveau angeglichen, eine längere Zinsbindung über 5 oder 10 Jahre entfällt. Auf diese Weise profitiert der Kreditnehmer gleich mehrfach vom Flex-Darlehen. Neben einer flexiblen Tilgung, die auch höhere Raten erlaubt, führt ein sinkendes Zinsniveau zur Verbilligung des Darlehens. Damit erweist sich das Flex-Darlehen besonders in Situationen als nützlich, in denen mit einem schwankenden Einkommen zu rechnen ist, etwa bei Selbstständigen oder Freiberuflern. Daneben wirken sich die Sonderzahlungen positiv auf eine schnelle Entschuldung aus. Grundlage der einzelnen Zinsanpassung sind Leitzinssätze, zu denen etwa der EURIBOR mit seinen verschiedenen Laufzeiten zählt. Wer sich für diese Variante der Kreditfinanzierung entscheidet, muss natürlich an dieser Stelle auch ein entsprechendes Zinssteigerungsrisiko einkalkulieren, welches sich aber durch den Abschluss eines Zinscaps senken lässt. Damit werden Schwankungen ausgeglichen und die Vorteile des Flex-Darlehens bleiben trotz einer gewissen Sicherheit für den Kreditnehmer erhalten.

Kreditbetrug

17. August 2008

Jede Bank und jedes Kreditinstitut ist mit dieser Form der Kriminalität sicher in der einen oder anderen Situation bereits konfrontiert gewesen und viele Mitarbeiter könnten so manche Anekdote zum Besten geben, welche Mittel dabei zum Einsatz kommen. Dabei muss ein Kreditbetrug nicht einmal vorsätzlich verübt werden. In einigen Fällen werden Verbraucher eher unabsichtlich zum Betrüger. Grundsätzlich fällt der Kreditbetrug unter den Sachverhalt des Erschleichens von Leistungen um eigenen Vorteil. Eine Unterscheidung, ob es sich um einen Raten- oder Schnellkredit handelt, findet hierbei aber nicht statt. Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) beschäftigt sich in § 265b mit diesem Vergehen und unterscheidet verschiedene Straftatbestände. Neben dem Machen unrichtiger Angaben zählt auch das Vorlegen von falschen Unterlagen in Form von Bilanzen, Geschäftsabschlüssen oder Gehaltsnachweisen dazu. Werden zudem auch Veränderungen in der wirtschaftlichen Situation des Betroffenen verschwiegen, erfüllt auch dieses „Versäumnis“ den Tatbestand des Kreditbetrugs. Gerade an dieser Stelle werden einige Kreditkunden sicher hellhörig. Schließlich drohen in diesem Zusammenhang bis zu 3 Jahren Freiheitsentzug oder eine empfindliche Geldstrafe.

Sondertilgung

09. Juli 2008

Werden heute Finanzierungsgeschäfte abgeschlossen, wie zum Beispiel Ratendarlehen und Schnellkredite, so sind die einzelnen Tilgungsraten in der Regel meist über einen langen Zeitraum festgelegt und beide Vertragsparteien können sich anhand des Tilgungsplans orientieren. Der Kreditnehmer weiß zu jeder Zeit, wie hoch die verbliebene Restschuld noch ist und die Banken können über die Dauer der Laufzeit mit einem festen Zahlungsstrom rechnen. Was geschieht aber, wenn der Schuldner plötzlich wesentlich mehr Kapital zur Verfügung hat? Theoretisch könnte er damit einen Teil des Kredites sofort tilgen, was sich am Ende ja positiv auszahlt.

Denn eine niedrigere Laufzeit bedeutet am Ende doch auch geringere Zinsen und sinkende Kosten für ein Darlehen. Solche Zahlungen außerhalb des Tilgungsplans, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, tragen die Bezeichnung Sondertilgung und lohnen sich vor allem dann, wenn zum Beispiel durch Wertpapiergewinne oder fällige Versicherungsleistungen der finanzielle Hintergrund eines Kreditnehmers maßgeblich positiv beeinflusst wird. Allerdings sollte man hier die Rechnung nicht ohne die Kreditinstitute machen, denn in einigen Fällen stößt eine solche Sondertilgung nicht unbedingt auf das Wohlwollen der Finanzinstitute. Der Grund für dieses Missfallen liegt auf der Hand, denn die entgangenen Zinsen bedeuten letztendlich einen niedrigeren Gewinn.

Nicht zuletzt aus diesem Grund lassen sich Banken die Gewährung der Sondertilgung bezahlen und fordern eine kleine Entschädigung für das entgangene Kapital. Speziell bei einem Festzinsdarlehen muss sich der Schuldner deshalb im Vorfeld über die Möglichkeiten dieser Sonderzahlungen informieren, um am Ende nicht das Nachsehen zu haben. Wesentlich einfacher ist die Rückzahlung mithilfe von Sondertilgungen bei einem Kredit mit flexiblen Zinsen, da die Vertragsbedingungen in diesem Zusammenhang weit weniger restriktiv ausfallen.

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