Finanzierungslücken mit öffentlichen Bürgschaften schließen

12. Juli 2008

Was im privaten Bereich, zum Beispiel bei Finanzierungen oder Schnellkrediten, ein immer wieder auftretendes Phänomen ist, kennen viele Mitarbeiter der Banken auch aus dem Umfeld ihrer Geschäftskunden. Wird eine Existenzgründung, die Erweiterung des Geschäftsbetriebes oder eine Übernahme anderer Unternehmen geplant, reicht das zur Verfügung stehende Kapital in manchen Fällen nicht aus. Also muss die Differenz mit fremdem Geld gedeckt werden. Dumm nur, dass die Sicherheiten des Antragstellers nur für einen Teil des benötigten Kapitals ausreichen. Um in einem solchen Fall trotzdem einen Kredit zu erhalten, sind im Lauf der Zeit Mittel entstanden, welche den Banken als Sicherheiten ausreichen.

Eine dieser Varianten besteht in der öffentlichen Bürgschaft. Diese werden durch Bürgschaftsbanken getragen, die am Ende einen Teil des Risikos für die Finanzierung neuer Maschinen, Produktionsmittel und Mitarbeiter übernehmen. Bis zu einem gewissen Betrag kann der Kreditnehmer die öffentliche Bürgschaft direkt mit den betreffenden Bürgschaftsbanken aushandeln. Hierbei beschreitet der Antragsteller den Weg Bürgschaft-ohne-Bank oder kurz BoB. Sobald dieser Rahmen ( 100.000 Euro) aber überschritten wird, bleibt nur noch der Standardweg übrig. Dieser sieht vor, dass die Bank des Kreditnehmers sich bei der Bürgschaftsbank meldet, sofern sie zur Gewährung des Darlehens bereit wäre, und die Stellung der öffentlichen Bürgschaft beantragt.

Diese prüft den Kreditantrag noch einmal in Eigenregie, was am Ende dazu führen kann, dass sich die Bürgschaftsbank gegen die Finanzierung entscheidet und die Übernahme einer öffentlichen Bürgschaft ablehnt. Wird dem aber stattgegeben, lässt sich so auch bei fehlenden Sicherheiten manches Projekt finanzieren.

Via: VNR.de

Die richtige Verhandlungsstrategie

12. Mai 2008

Was für einen privaten Kreditnehmer gilt, lässt sich ohne Probleme auch auf geschäftliche Kontakte im Kreditwesen ausdehnen. Wer als Unternehmer nach einem Darlehen sucht, muss immer auch persönlich mit der Bank verhandeln. An dieser Stelle sollte sich aber niemand darüber wundern, wenn es mit dem Darlehen nicht klappt. Nur wer von Anfang an alles richtig macht, wird sich später auch über die Fremdfinanzierung freuen können. Ganz oben auf der Liste möglicher Fehler steht der Dresscode.

Zu einem Gespräch sollte immer die passende Kleidung gewählt werden. Schließlich hat das äußere Erscheinungsbild einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Meinung des Bankangestellten über den Unternehmer. Weiterhin sollte man nicht auf einen schnellen Termin drängen. Wer sich hier ruhig und locker gibt, wirkt wesentlich organisierter – was auf jeden Fall ein klarer Vorteil ist. Im Rahmen der Gesprächsrunde ist es zudem ratsam, die notwendige Fachkenntnis unterzubringen, denn nur wenn die Anforderungen des Marktes auch wirklich verstanden werden, kann man als Geschäftskunde bei den Banken punkten.

Natürlich wirken längere Präsentationen auf Dauer meist langweilig. Aus diesem Grund sollte man diese durchaus mit ein wenig Witz und Charme garnieren. Hierdurch stellt man zudem das verkäuferische Talent unter Beweis. Wer in dieser Weise als geschäftlicher Partner der Bank auftritt, wird sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen und bei Darlehensverhandlungen so manchen Erfolg für sich verbuchen können.

Via: ChannelPartner