Wenn Kredite durch eine Restschuldversicherung teuer werden
06. Mai 2008
Aus dem modernen Kreditgeschäft ist sie inzwischen nicht mehr wegzudenken – die Restschuldversicherung. Für viele Kreditnehmer ist diese Form der Kreditsicherung heute bereits ein so selbstverständlicher Begriff wie der effektive Jahreszins oder die Sondertilgung. Vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um eine besondere Form der Lebensversicherung, die vor allem dann aktiv wird, wenn der Kreditnehmer nicht mehr dazu in der Lage ist, offene Forderungen aus dem betreffenden Darlehensvertrag zu erfüllen. In diesem Fall übernimmt die Versicherungsgesellschaft den Teil der Restsumme, welcher noch zu tilgen wäre. Dass eine solche Restschuldversicherung natürlich Vorteile für die Kreditparteien hat, liegt auf der Hand.
Die Bank minimiert das Risiko eines finanziellen Verlustes, der Kreditnehmer muss sich im Fall einer schweren Krankheit oder gar dem Tod keine Sorgen um die Rückzahlung der Finanzierung mehr machen. Allerdings ist diese Form der Sicherung eines Darlehens in den letzten Monaten zunehmender Kritik ausgesetzt. Streitpunkt in diesem Fall ist vor allem die Praxis einiger Banken, die dafür sorgt, dass durch eine Restschuldversicherung Kredite teurer werden, als aus den Angeboten der Kreditinstitute auf den ersten Blick ersichtlich wird. Wer sich vor solchen Angeboten schützen will, hinter denen sich am Ende ein effektiver Jahreszins von 15% oder 20% verbirgt, sollte zwischen den einzelnen Anbietern nach Möglichkeit genau vergleichen.
Das Internet bietet sicher ausreichend Möglichkeiten für einen solchen Kreditvergleich. Zudem lohnt es sich auf jeden Fall immer, die Rahmenbedingungen eines Darlehens genau zu studieren. Wer auf einen Kredit nicht verzichten will, sollte sich vor allem auf Angebote konzentrieren, in denen der Abschluss einer Restschuldversicherung keine unbedingte Voraussetzung für das Darlehen ist.


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