Kredite tilgen und Geld anlegen
29. Juli 2008
Ratenkredit, Schnellkredite, Baufinanzierung und Dispokredit – überall und an jeder Stelle können Verbraucher in Deutschland finanzielle Verpflichtungen bei Kreditinstituten und beim Einkauf über eine Finanzierung eingehen. Damit stehen die Finanzierungskunden zwar nicht allein da, denn in fast allen Ländern der westlichen Hemisphäre ist der Konsum auf Pump inzwischen zum guten Ton geworden. Über die Konsequenzen und Folgen dieses Handelns machen sich aber nur die wenigsten Verbraucher Gedanken. Und daneben sollen Geldanlagen noch eine möglichst hohe Dividende erwirtschaften, mit welcher sich die gemachten Schulden wieder tilgen lassen.
Dabei wäre es wesentlich vernünftiger, die eingegangenen Verpflichtungen erst einmal abzulösen und Kredite so schnell wie möglich wieder zurück zuzahlen, denn durch die Zinsen steigt der Finanzierungsaufwand dramatisch an. In einigen Fällen rechnet sich dann sogar ein Inkaufnehmen der Vorfälligkeitsentschädigung. Denn vergleicht man heute sichere Geldanlagen und deren Zinsgewinne mit dem finanziellen Aufwand, der in eine langfristige Tilgung von Darlehen und Krediten fließt, so wird auf dem Papier schnell klar, dass kaum eine der vielen Anlageformen diese Zinsen wirklich erwirtschaftet. Um am Ende vom angelegten Kapital profitieren zu können und sich nicht die Gewinne durch Kredite auffressen zu lassen, sollten gemachte Schulden immer oberste Priorität genießen.
Via: I-Kredit.com
Finanzierungslücken mit öffentlichen Bürgschaften schließen
12. Juli 2008
Was im privaten Bereich, zum Beispiel bei Finanzierungen oder Schnellkrediten, ein immer wieder auftretendes Phänomen ist, kennen viele Mitarbeiter der Banken auch aus dem Umfeld ihrer Geschäftskunden. Wird eine Existenzgründung, die Erweiterung des Geschäftsbetriebes oder eine Übernahme anderer Unternehmen geplant, reicht das zur Verfügung stehende Kapital in manchen Fällen nicht aus. Also muss die Differenz mit fremdem Geld gedeckt werden. Dumm nur, dass die Sicherheiten des Antragstellers nur für einen Teil des benötigten Kapitals ausreichen. Um in einem solchen Fall trotzdem einen Kredit zu erhalten, sind im Lauf der Zeit Mittel entstanden, welche den Banken als Sicherheiten ausreichen.
Eine dieser Varianten besteht in der öffentlichen Bürgschaft. Diese werden durch Bürgschaftsbanken getragen, die am Ende einen Teil des Risikos für die Finanzierung neuer Maschinen, Produktionsmittel und Mitarbeiter übernehmen. Bis zu einem gewissen Betrag kann der Kreditnehmer die öffentliche Bürgschaft direkt mit den betreffenden Bürgschaftsbanken aushandeln. Hierbei beschreitet der Antragsteller den Weg Bürgschaft-ohne-Bank oder kurz BoB. Sobald dieser Rahmen ( 100.000 Euro) aber überschritten wird, bleibt nur noch der Standardweg übrig. Dieser sieht vor, dass die Bank des Kreditnehmers sich bei der Bürgschaftsbank meldet, sofern sie zur Gewährung des Darlehens bereit wäre, und die Stellung der öffentlichen Bürgschaft beantragt.
Diese prüft den Kreditantrag noch einmal in Eigenregie, was am Ende dazu führen kann, dass sich die Bürgschaftsbank gegen die Finanzierung entscheidet und die Übernahme einer öffentlichen Bürgschaft ablehnt. Wird dem aber stattgegeben, lässt sich so auch bei fehlenden Sicherheiten manches Projekt finanzieren.
Via: VNR.de
Sondertilgung
09. Juli 2008
Werden heute Finanzierungsgeschäfte abgeschlossen, wie zum Beispiel Ratendarlehen und Schnellkredite, so sind die einzelnen Tilgungsraten in der Regel meist über einen langen Zeitraum festgelegt und beide Vertragsparteien können sich anhand des Tilgungsplans orientieren. Der Kreditnehmer weiß zu jeder Zeit, wie hoch die verbliebene Restschuld noch ist und die Banken können über die Dauer der Laufzeit mit einem festen Zahlungsstrom rechnen. Was geschieht aber, wenn der Schuldner plötzlich wesentlich mehr Kapital zur Verfügung hat? Theoretisch könnte er damit einen Teil des Kredites sofort tilgen, was sich am Ende ja positiv auszahlt.
Denn eine niedrigere Laufzeit bedeutet am Ende doch auch geringere Zinsen und sinkende Kosten für ein Darlehen. Solche Zahlungen außerhalb des Tilgungsplans, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, tragen die Bezeichnung Sondertilgung und lohnen sich vor allem dann, wenn zum Beispiel durch Wertpapiergewinne oder fällige Versicherungsleistungen der finanzielle Hintergrund eines Kreditnehmers maßgeblich positiv beeinflusst wird. Allerdings sollte man hier die Rechnung nicht ohne die Kreditinstitute machen, denn in einigen Fällen stößt eine solche Sondertilgung nicht unbedingt auf das Wohlwollen der Finanzinstitute. Der Grund für dieses Missfallen liegt auf der Hand, denn die entgangenen Zinsen bedeuten letztendlich einen niedrigeren Gewinn.
Nicht zuletzt aus diesem Grund lassen sich Banken die Gewährung der Sondertilgung bezahlen und fordern eine kleine Entschädigung für das entgangene Kapital. Speziell bei einem Festzinsdarlehen muss sich der Schuldner deshalb im Vorfeld über die Möglichkeiten dieser Sonderzahlungen informieren, um am Ende nicht das Nachsehen zu haben. Wesentlich einfacher ist die Rückzahlung mithilfe von Sondertilgungen bei einem Kredit mit flexiblen Zinsen, da die Vertragsbedingungen in diesem Zusammenhang weit weniger restriktiv ausfallen.

